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transkulturell ~ experimentell ~ spirituell
transkulturell
TAIJIQUAN
Taijiquan ist "transkulturell" Taijiquan ist kein Exotikum, schon gar keine Chinoiserie. Es hat seinen Ursprung in China, aber es ist ein Geschenk für die gesamte Menschheit. Im Taijiquan geht es nicht um kulturell spezifische Bewegungen, sondern geradezu um das Verlernen kulturell geprägter Bewegungsgewohnheiten . Thema ist die Natur des Bewegens selbst, ja Natürlichkeit überhaupt. "Transkulturell" bedeutet - nach Horst Tiwald (1) - das kulturell Trennende zum human Gemeinsamen hin zu überschreiten. Dabei schält sich als Methode ein "Weg der Achtsamkeit" heraus, der sich auf praktischer Ebene als " Achtsamkeits- und Gewandtheitstraining " darstellt. Die Taiji-Meister sagen beispielsweise, "dass man beim Üben des Taijiquan auf keinen Fall die Hände bewegen darf. Wenn die Hände bewegt werden, dann ist es kein Taijiquan mehr" (Zheng Manqing im Anschluss an Yang Chengfu). Damit betonen sie beim Bewegen den Vorrang der Gewandtheit des Rumpfes gegenüber der Geschicklichkeit von Händen und Füßen. Das rückt auf der Ebene der Motorik und Koordination unser evolutionäres Erbe als Wirbeltiere ins Zentrum der Achtsamkeit und lässt uns hier beginnen, die Natur am eigenen Leibe zu studieren. Selbstverständlich kann die menschliche Natur ohne Kultur gar nicht in Erscheinung treten. Darum beinhaltet die Methode des Taijiquan auch: "keine Flucht in ein losgelöstes 'Jenseits' der Kultur... (Sondern) In der Kultur selbst wird ... jenseits ihrer Formen die 'unkulturelle', 'wilde' Freiheit als Lebendigkeit bloßgelegt." (Horst Tiwald). Anmerkungen (1) Vgl. www.horst-tiwald.de
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